Wie es zur Vereinsgründung im "Lindenhof" kam

Es war kein Streit um des Kaisers Bart, aber Zank mit den Dissenern um die Ausrichtung des Kaiser-Geburtstag, der zur Gründung des Rothenfelder Kriegervereins führte. Wie es dazu kam, ist aus einem Brief überliefert, den Gründungsmitglied August Vedder 41 ! Jahre später schrieb. In Auszügen liest sich die Entstehungsgeschichte so:

"Es war im Jahre 1888, als die beiden Kaiser Wilhelm I. und Friedrich III. die Augen fürs Leben geschlossen hatten und Kaiser Wilhelm II. den Thron bestieg. Als sich der Kriegerverein zu Dissen um den ersten Geburtstag Seiner Majestät bemühte, gab uns Präsident Fritz Frieling Erpen bekannt, dass der Saal schon an den Männergesangverein Germania vergeben sei. Auf dieser Versammlung im September machten wir Kameraden von Rothenfelde den Vorschlag, der Dissener Kriegerverein möchte den Kriegerball einmal in Rothenfelde feiern. Unser Antrag fand auch die Unterstützung vieler Kameraden ... Als unser Antrag auf der Tagesordnung der Versammlung stand, kam es leider anders: Es wurde mit 15 zu 20 Stimmen abgelehnt. Wir waren ärgerlich und es fielen manche harte Worte. Auf dem Weg nach Hause kehrten wir noch im "Hotel zur Börse" und bei Heinrich Horst ein, so gingen wir in angeheiterter Stimmung unseren heimatlichen Gefilden zu.

Als wir auch bei Heinrich Spiring abschied nahmen, sagte ich zu Hermann Hassheider, wir könnten auch in Rothenfelde wohl Kaiser-Geburtstag feiern - wir gründen in Rothenfelde selbst einen Kriegerverein. Es wurde erst gelacht, aber Hermann Hassheider erbot sich, am nächsten Sonntag mit anderen Unterschriften zu sammeln. Er machte den anderen Kameraden auch gleich bekannt, das am dritten Sonntag im September eine Generalversammlung im Hotel Lindenhof ( Besitzer Fritz Lahrmann ) sei. Mit unserer Unterschriftenaktion hatten wir großen Erfolg - Über 80.

In dieser Generalversammlung wurde dann ein provisorischer Vorstand gewählt, an der Spitze Fritz Hassheider. Dem wurde dann auch gleich der Auftrag gegeben, die Musik zu Kaiser-Geburtstag zu bestellen, das andere stellten wir bis nach der Generalversammlung in Dissen zurück. Die war am ersten Sonntag nach Neujahr. Da war schon durchgedrungen, dass wir in Rothenfelde einen Kriegerverein gegründet hatten, was dem Präsidenten des Dissener Kriegervereins leid tat.

Am Zweiten Sonntag im Januar hatten wir die erste Generalversammlung ; hier wurden der Vorstand und Offiziere gewählt : Zum Präsidenten Fritz Hassheider, zum Vizepräsidenten Wilhelm Ahring gen. Klekamp/Aschendorf , zum Kassierer Hermann Westendorf, zu Beisitzen Heinrich Vedder, Franz Kriete und Heinrich Tepe, zum Hauptmann Dietrich Frahlmann, zu seinen Adjudanten Hermann Kappelmann. zum Zugführer Wilhelm Kolkschneider und August Huning, zu Fahnenräten Hermann Hassheider, Wilhelm Twelkemeier und Hermann Siligmann. Die Kameraden, die den Verein ins Leben gerufen haben, sind Fritz Hassheider, Hermann Hassheider, Konrad Erting, Heinrich Siltmann, Franz Kriete, Heinrich Tepe, Heinrich Vedder, August Vedder, Karl Vedder, Fritz Vedder/ Hurrelhof, Hermann Siligmann und Fritz Twelkemeier ... "

Vom Kriegerverein zur Schießsportgemeinschaft

Seine heutige Bezeichnung erhielt der Verein durch den Beschluss einer außerordentlichen Mitgliederversammlung am 11.Juni 1967. Der Grundstein für diese Umwandlung wurde allerdings neun Jahre vorher gelegt. Da war zunächst der plötzliche Wechsel im Amt des 1. Vorsitzenden . Eigene Gedanken zurzeit bewogen den damals 37 jährigen Fritz Müller. Seine persönlichen Erlebnisse in den 30er und den 40er Jahren geboten ihm einerseits, die Ehre der Soldaten _ ein Anliegen der damaligen Kriegerkameradschaft zu wahren, anderseits aber eine patriotische Denkweise abzulegen. Durch den leidvollen Ausgang des Weltkrieges hatten ohnehin breite Bevölkerungsschichten mit allem was an Militärisches erinnerte, nichts mehr im Sinn.

Als dann wenige Wochen später zum 70jährigen bestehen des Vereins eine neue Fahne geweiht wurde, die alte war durch die Besatzungsmacht abhanden gekommen, bekamen die Reformgedanken einen weiteren Schub. Das vom Kreisverband der Kyffhäuser dabei verkündete Motto „Tapfer und treu“, ein Ausspruch des früheren Reichspräsidenten Hindenburg, versetzte den neu gewählten Vorsitzenden in einen Gegensatz zu solchem für überholten gehaltenen Denken.

Er stellte sich die Frage, wie das Vereinsleben mit einem neuen Sinn erfüllt werden könnte. Da zur gleichen Zeit die Schützenvereine wieder aufblühten, lag es nahe, sich verstärkt dem Schießsport zuzuwenden, für den ja Ansätze vorhanden waren. Die Ausrüstung mit modernen Sportgeräten und dem Zulauf von Jugendlichen begünstigten die Entwicklung. Nach ersten schießsportlichen Erfolgen bestätigte sich auch in den Mitgliederkreisen, einen richtigen Weg eingeschlagen zu haben.

Dennoch gab es Widerstände und auch bei der Namenfindung war Rücksicht auf althergebrachtes nicht leicht. Das der Begriff „Gemeinschaft“ mit aufgenommen wurde, entsprang einem weiteren Anliegen des Vorsitzenden Fritz Müller, das er zu einer weiteren ganz neuen Aufgabe des Vereins machen konnte. Es ging darum, das Verhältnis der Bad Rothenfelder Vereine untereinander zu verbessern. Die Rivalität sollte abgelöst werden durch ein neues Gemeinschaftsbewußsein, wobei der Heimatgedanke das Verbindende sein sollte. Hinzu kam, dass auch die Eingliederung der Vertriebenen noch zu vertiefen war, was sich durch Bemühungen fortsetzte, Neubürger in die Gemeinschaft aufzunehmen.

Das Heimatfest als Gemeinschaftsfest aller örtlichen Institutionen aufzuziehen und die früheren „Deutschen Stunden“ in „Heimatstunden“(jetzt Bad Rothenfelde morgen) umzubenennen und mit neuen Inhalten zu erfüllen, sind Auswirkungen der Vereinsreform. Auch wenn der alte Kriegerverein in Bad Rothenfelde und engeren Umgebung ein gewisses Ansehen genoss, will die heutige Schießsportgemeinschaft nur ein Verein unter ihresgleichen sein.

„Zur Fuchskuhle“ – Schießstände und Vereinsheim

Solange es den Verein gibt, haben seine Mitglieder den Schießsport ausgeübt. Dazu braucht man einen gut gelegenen, abgesicherten Schießstand. Von Anfang an war die Fuchskuhle im Staatsforst oberhalb des Friedhofs dafür auserkoren. Im ersten erhaltenen Protokoll aus dem Jahr 1889 ist schon die Rede davon, dass der Oberförster die Erlaubnis des Schießstandes bei der so genannten Fuchskuhle gegeben habe. Ob dies genau der Standort unserer heutigen Schießhalle war oder die erste Büchsen in einer nahegelegenen Waldlichtung knallten, lässt sich heute nicht mehr Gewissheit feststellen.

Die Planungen für einen dauerhaften Scheibenstand richteten sich jedoch 1906 auf andere Grundstücke: auf den Wellengarten oder das Areal R. Nollmann und W. Noltmann. Als der Forstfiskus abwinkte, wandte man sich 1908 dem anderen Platz im bereich Alte Salzstrasse / Parkstrasse zu. Nach den Zeichnungen von J. Temme wurde eine Genehmigung zum Bau der Schießhalle erteilt. Das Werk war nicht von Dauer, 1919 vermerkt das Protokollbuch, dass der Scheibenstand für 1.683 Mark versteigt worden ist.

Der neue Bau eines neuen Standes auf der Fuchskuhle vollzog sich zwischen 1920 (Beschlussfassung) und spätestens 1924. Bevor der 2. Weltkrieg das Vereinsleben für lange Zeit unterbricht, verzeichnet das Protokoll noch eine Überholung des Schießstandes (1935) und den Neubau eines 50-m Kleinkaliberstandes (1936). Da auch in der Nachkriegszeit der Waffengebrauch zunächst verboten war, verwundert es nicht, dass die Halle und Schießstand mehr und mehr verfielen.

1953 ging es wieder los. Im Dezember wird beschlossen, den Schießstand auszubauen und bereits ein Vierteljahr später wird mit den Erdarbeiten begonnen. Den Bauplan entwirft der Maurermeister Henselmeyer. Schon im Herbst 1954 kann die Wiederaufgebaute Anlage baurechtlich und sicherheitspolizeilich abgenommen werden. Ein Vertrag mit dem Bierverlag Hummert lässt erkennen, dass an die Geselligkeit im Vereinshaus gedacht wird. 1955 wird der Zufahrtsweg beleuchtet. 1963 das Anwesen an die zentale Wasserversorgung angeschlossen. Bevor die Pläne zur Erweiterung des Schießstandes reifen, muss die Grundstückfrage neu geregelt werden. Mit dem Staal. Forstamt Palsterkamp wird 1968 ein Erbbauvertragvertrag geschlossen. Er läuft jedoch nicht wie vorgesehen 30 Jahre, Verhandlungen mit dem Forstfiskus richten sich bald auf einen Austausch der zulangen Schießbahn gegen eine Verbreiterung an der Westseite, um die Anlage erweitern zu können. Am 8.Juni 1982 kommt es zum „ Historischen Ereignis“:die Landesforstverwaltung übereignet dem Verein das mit 3.019qm neu Eingemessene Grundstück für 32,300 DM. Ermöglicht wurde dies durch eine weitsichtige Unterstützung der Gemeinde. Sie bezuschusste in Raten fünf Achtel des Kaufpreises, als Ausgleich für die wegfallende Erbpacht, die bis dahin aus Sportförderungsmitteln übernommen worden war.

In eine neue Dimension stößt der Verein 1974/75 vor, als der Anbau eines geschlossenen Pistolenstandes verwirklicht wird. Die Konzipierung als Leistungszentrum bringt dem Verein einen Kreiszuschuss von 8.000 DM ein. Fünf Pistolenschützen können nun gleichzeitig ihr Ziel in 25 m Entfernung anvisieren. Die Schallschluckende Wandverkleidung verwandelt den Knall in ein dumpfes puffen.

Nebenher wurde ständig renoviert und modernisiert. Das Dach war zu erneuern, die Heizung umzustellen, Fenster und Theke auszuwechseln, die Innenwände der Halle wurden vertäfelt, die wichtigsten Außenwände verklinkert – und weitere Verbesserungswünsche sind schon vorgemerkt. Bemerkenswert ist bei alledem, dass der Verein kein großes aufsehen davon macht und finanzielle Forderungen an kommunale Institutionen stellt. Zuerst heißt es selbst anpacken. Erfreulicherweise haben sich zu allen Zeiten handwerklich begabte und fleißige Mitgliederbereitgefunden, um in Eigenleistung „ihr“ Vereinsheim mit zu erstellen und zu verschönern. Dies kann gar nicht hoch genug angerechnet werden, aber auch für private Geldspenden soll an dieser Stelle Dank gesagt werden.

Und die Bilanz? Nach vorsichtigen Schätzungen und Berechnungen dürfte der Verein nach dem 2. Weltkrieg über 300.000 DM für Grundstück, Gebäude und Ausstattung investiert haben. Die Mitglieder dürfen mit Recht stolz sein ,nicht nur Schießstände für drei Disziplinen zu haben, sondern auch bewirtschaftete Räumlichkeiten zum geselligen Miteinander. Trotzdem sollten nicht nur die Mitglieder hier ein und ausgehen, jeder Interessierte ist herzlich willkommen.

Kunterbuntes aus der Vereinsgeschichte

Den höchsten Vereinsbeitrag verzeichnete Der Kriegerverein Ende 1923 : Der Vierteljahresbeitrag wurde auf 100 Milliarden Mark festgesetzt _ im ersten Quartal 1924 betrug er noch 3 Mark.

Inoffiziell "Schatzmeister " durfte sich Heinrich Buddendieck, weil es ihm gelungen war, den Verein nach einer langen Durststrecke aus den " roten Zahlen " herauszubringen.

Den Gemeinnützigkeitstatus hat der Verein seit vielen Jahren, so daß Spenden für sportliche Zwecke als steuerbegünstigt vom Finanzamt anerkannt werden.

150 Kisten mit Weihnachtsgaben für die Truppe wurden 1914 vom Kriegerverein verschickt. Auch im 2. Weltkrieg gab es Päckchen für die Soldaten an der Front ( 1940 = 116 ). Sammlungen für Kriegerwaisen ( 1922 ) oder das Winterhilfswerk ( 1941 ) kennzeichnen das soziale Engagement des Vereins, das sich noch bis in die 60er Jahre mit einer Sterbekasse.

Auf Anregung des Landrats in Iburg wurde 1906 die Bildung einer Sanitätskolonne beschlossen.

Wiederholt war die Schießhalle Ziel von Einbrechern. Alarmanlagen machten manchen Versuch zunichte.

Zum " lebenden Inventar " gehörten drei Jahrzehnten lang Brigitta und Reinhard Landwehr.

Die auf eine britische Herkunft hindeutenden Erinnerungsstücke im Vereinsheim stammen nicht alle von unserem walisischen Ehrenmitglied " Taffy " . Es sind auch Gastgeschenke von in Osnabrück stationierten Regimentern der britischen Rheinarmee darunter. Partnerschaftsverbindungen bescherten uns nicht nur Auftritte von Militärkapellen beim Heimatfest, sondern wechselseitige Besuche bei der Garnison oder in Bad Rothenfelde hatten einen hohen Erlenieswert.

Prominenteste Gäste in der  " Fuchskuhle " waren auf sportlichem Gebiet 1984 die Mitglieder der Olympiamannschaft im Modernen Fünfkampf. Vor ihrem Start in Los Angeles bestritten die Olympioniken aus dem Leistungszentrum Warendorf einen Vergleichswettkampf mit den SSG-Pistolenschützen.

Über einzelne Tests hinaus konnte das Bogenschießen-einige Zeit von der Kreisvolkshochschule in Bad Rothenfelde in Übungen und Wettkämpfen demonstriert-keine festen Anhänger im Verein finden.

Auf Initiative des damaligen Gemeindedirektors Helmut Nickel schießen die Bad Rothenfelde Vereine seit 1967 einen Wanderpokal aus. Für den besten Kurgastschützen stiftet die Kurverwaltung seit vielen Jahren einen Pokal zum Heimatfest.

Geschmückte Motivwagen beim Heimatfest kamen 1971 wieder auf, als die Kurverwaltung mit dem Motto " heute noch im Wannebad - morgen auch im Hallenbad " ihrem Wunsch nach dem Sole-Wellenbad publikumswirksam Nachdruck verlieh.

Lange bevor Zelt- und Scheunenfeten in Mode kamen, führte unser Verein einen Jugendtanz ein. 1966 wurde damit in unserer Region der Anfang gemacht.

Life über die Radiowellen gingen die Heimatstunden 1982, als der NDR seine Funkbilder aus Niedersachsen aus dem Festzelt am Salinensportpark übertrug.

Der neue Schiesstand

Im Juni 2006 hat die Schießsportgemeinschaft Bad Rothenfelde ihr Schießsportleistungszentrum erweitert. Es wurde ein zusätzlicher Schießstand für Luftdruckwaffen mit 12 elektronischen Ständen angebaut. Am 14.06.06 erfolgte der erste Spatenstich. Einen besonderen Dank möchten wir an das Architekturbüro Peter Lichterbeck Greffen, sowie an die Firmen Wagemann und  Gebr. Schnur richten, die uns Platz für unseren Anbau geschaffen haben. Nach einer Bauzeit von etwas über 1 ¾ Jahren, in der die meisten Sachen in Eigenleistung entstanden sind, wurde der neue Stand am  XX.XX.XX mit einer Schießsportveranstaltung in Zusammenarbeit mit der SSG Röwekamp eingeweiht.

Ein großer Dank nochmals an alle Stifter und freiwilligen Helfer, die es uns ermöglicht haben, den Bau so schnell in die Höhe zu heben.

Im Vorfeld des Baus erschienen zu diesem Thema zwei Artikel:

Ausschnitt aus der NOZ

Leistungszentrum im Vereinsheim.
SSG Bad Rothenfelde hat große Pläne Die Schießsportgemeinschaft Bad Rothenfelde (SSG) will Ihr Vereinsheim, an der "Fuchskuhle" zu einem Schießsportleistungszentrum umbauen. Das wurde am Rande des Bad Rothenfelder Morgen bekannt.

In einem solchen Zentrum können Schießmeisterschaften aller Art stattfinden. Bislang ist dieses im Vereinsheim mit seinen vier Schießständen und den 50 Meter langen Bahnen nicht oder nur eingeschränkt möglich. In dem Leistungszentrum würden sich dann zehn Stände plus zwei Eratzstände sowie 100 Meter lange Bahnen befinden. Hintergrund der Pläne ist, dass einige Mitglieder der SSG auf Landes- und Bundesebene im Schießen Erfolge feiern. Diesen Leistungsschützen möchte der Verein adäquate Trainingsbedingungen bieten. Aber auch Kurgäste, die sich schon heute in der Fuchskuhle im Schießen versuchen können und Jugendliche sollen von dem Zentrum profitieren. Würde der Verein die Pläne von einer Fachfirma in die Realität umsetzen lassen, würde diesem, nach Angaben des Vorsitzenden Andreas Weber Kosten von etwa 340000 Euro entstehen. Diesen Preis möchte die SSG durch Eigenleistung drücken, etwa um die Hälfte. An der Finanzierung  beteiligen soll sich auch die Gemeinde. Ein Antrag dazu sei eingegangen, so der Bürgermeister Klaus Rehkämper. Er versprach eine wohlwollende Prüfung: "Wir sollten uns alle gemeinsam bemühen, auch dieses Vereinsprojekt zu realisieren." Wenn die Finanzierung steht, könnte 2006 Baubeginn sein.

Ausschnitt aus der NOZ

Fuchskuhle soll wettkampffähig werden Ausschüsse für Wünsche der Schießsportgemeinschaft aufgeschlossen. Der sportliche Eifer und der Erfolg der Schießsportgemeinschaft Bad Rothenfelde sollen auch von der Gemeinde belohnt werden.

Die Zeichen stehen gut, dass bereits in drei Jahren in der Fuchskuhle ein wettkampftauglicher Schießstand steht. Der vorhandene Schießstand ist zu klein und entspricht nicht den Auflagen für Wettkämpfe in der Bezirks- und Regionalliga. Selbst zum Training unter Wettkampfbedingungen müssen die Sportschützen jedes Mal weit fahren. Zu den Entfernungen kommen auch die finanziellen Belastungen für den Verein, erläuterte SSG Präsident Andreas Weber bei einer gemeinsamen Sitzung von Bau- und Planungsausschuss sowie Jugend- und Sozialausschuss des Kurortes. 12 Schießstände sollen auf 360 Quadratmetern neben der vorhandenen Anlage errichtet werden. Dafür werden Gesamtkosten von 340000 Euro veranschlagt. 56000 Euro alleine für die elektronische Trefferaufnahme- Anzeige. Der Verein hat nun einen Zuschuss von 170000 Euro bei der Gemeinde beantragt. Viele Arbeiten sollen in Eigenleistung durch Vereinsmitglieder erbracht werden. Einhellige Zustimmung fanden die Pläne bei den Ausschussmitgliedern, die sich vor der Sitzung bei einem Ortstermin die jetzige Fuchskuhle angeschaut hatten. Und Ausschussvorsitzender Reiner Spiering geht davon aus, dass das Projekt in den nächsten drei Jahren realisiert sein werde, auch wenn die mittelfristige Finanzplanung noch nicht abgeschlossen sei. Schließlich sei der SSG der letzte große Verein, dem die Gemeinde noch nicht geholfen habe.